90.000 erleben Linzer Klangwolke mit

„ATTheENDLinz“
Mit „ATTheENDLinz“ hat die Linzer Klangwolke am Samstagabend im Donaupark aktuelle Krisen und Zukunftsängste in den Mittelpunkt gestellt. Regisseur Felix Breisach verband Musik, Texte und großflächige Inszenierungen zu einem Abend zwischen Untergangsszenario und Hoffnung auf einen Neuanfang.
Online seit heute, 5.56 Uhr
Die heurige Klangwolke setzte bewusst auf ernste Töne. Krieg, Klimakrise und gesellschaftliche Spaltung prägten das Konzept der Aufführung. Immer wieder stellte die Produktion die Frage, wie Gesellschaften auf Krisen reagieren und ob Veränderung oft erst unter massivem Druck möglich wird.
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Musikalisch spannte der Abend einen weiten Bogen von Anton Bruckner bis zu den Beatles. Das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Markus Poschner gestaltete gemeinsam mit Bariton Rafael Fingerlos und den St. Florianer Sängerknaben den musikalischen Kern der Aufführung. Dazu kamen elektronische und experimentelle Klangflächen von Flora Marlene Geißelbrecht und Arthur Fussy.
Texte als zweiter Klangraum
Eine zentrale Rolle spielten auch die Texte der Autorin Natascha Gangl. Die Preisträgerin des Ingeborg-Bachmann-Preises setzte mit ihren poetischen Sprachbildern starke Akzente zwischen Warnung, Widerstand und Hoffnung. Ihre Beiträge zogen sich wie ein zweiter Erzählstrang durch die Aufführung.
Die Inszenierung arbeitete immer wieder mit starken Gegensätzen. Ruhige und intime Momente wechselten sich mit orchestralen Passagen und großflächigen Bildern ab. Die Klangwolke verstand sich dabei nicht nur als musikalisches Ereignis, sondern auch als gesellschaftlicher Resonanzraum.
Linz als Ort des Neuanfangs
Trotz der düsteren Grundstimmung setzte „ATTheENDLinz“ am Ende auf Zuversicht. Die Produktion zeichnete Linz als möglichen Ausgangspunkt für Veränderung und stellte die Frage in den Raum, wie ein gemeinsamer Neuanfang gelingen kann.
Das kĂĽnstlerische Team
Felix Breisach | Regie
Flora Marlene GeiĂźelbrecht, Arthur Fussy | Komposition
Natascha Gangl | Text und Stimme
Markus Cermak, Tom Pohanka | Videodesign
Manfred Nikitser | Lichtdesign
Marissa Munderloh | Produktion
Bruckner Orchester Linz & Markus Poschner
St. Florianer Sängerknaben
Rafael Fingerlos | Bariton
Marcus Merkel | Klavier
Die Linzer Klangwolke zählt zu den größten Freiluftveranstaltungen des Landes und fand auch heuer wieder im Donaupark statt. Laut Angabe der Veranstalter erlebten um die 90.000 Besucherinnen und Besucher die Klangwolke mit.
Zahlen, Daten und Fakten zur Klangwolke 2026
• 2 Schiffsplattformen
• 8 Boote mit insgesamt ca. 58 m² LED-Fläche
• ca. 400 Scheinwerfer
• 2 Drohnen mit jeweils 32 m² LED-Wall
• 7 Windmaschinen
• ca. 40 Tonnen Bühnen- und Gerüstbau
• 7 Tontürme
• 2 LED-Trucks
• LED-Walls inkl. Hauptschiff mit insgesamt ca. 41 m²
• ca. 100 Lautsprecher
• rund 20 Kilometer Kabel
• etwa 125 Mitwirkende
ATTheENDLinz, wurde im ORF Radio OĂ– und auf ORF ON live ĂĽbertragen. ATTheENDLinz kann fĂĽr alle, die die Klangwolke verpasst haben, auf der Brucknerhaus-Website ab Montag, 14. September, sowie auf ORF ON nachgesehen werden.