Bau verzögert sich: Drittes Element des Fehmarnbelttunnels erfolgreich versenkt

Bau verzögert sichDrittes Element des Fehmarnbelttunnels erfolgreich versenkt
02.08.2026, 16:07 Uhr
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73.500 Tonnen ist jedes Tunnelelement schwer - und in etwa so groĂ wie ein Frachtschiff. (Foto: dpa)
Aus insgesamt 89 Elementen wird der Fehmarnbelttunnel am Ende bestehen. Das dritte der 73.500 Tonnen schweren TeilstĂŒcke liegt nun im Meer. Die Fertigstellung wird sich allerdings verzögern.
Und wieder ist ein fast 220 Meter langes Betonelement des geplanten Fehmarnbelttunnels in den Ostseeboden versenkt: Damit liegt nun bereits das dritte Element fĂŒr den lĂ€ngsten Absenktunnel der Welt auf dem Meeresboden zwischen DĂ€nemark und Deutschland, wie die Betreibergesellschaft Femern A/S berichtete. Der 18 Kilometer lange Tunnel wird am Ende aus 89 Elementen bestehen.
Durch den Tunnel werden dann eine vierspurige Autobahn - zwei Fahrbahnen je Richtung - sowie ZĂŒge fahren. Autos werden etwa zehn Minuten fĂŒr die Reise durch den Fehmarnbelt benötigen, ZĂŒge etwa sieben. Das Projekt ist eines der gröĂten Infrastrukturprojekte Europas.
Anfang Mai war das erste Tunnelelement fĂŒr die Querung zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dĂ€nischen Insel Lolland abgesenkt worden. Die jeweils 73.500 Tonnen schweren Tunnelelemente werden in RĂždbyhavn auf Lolland hergestellt. Jedes von ihnen ist in etwa so groĂ wie ein Frachtschiff.
Bereits am Donnerstagabend hatten fĂŒnf Schlepper damit begonnen, das mehr als 73.500 Tonnen schwere Betonelement zum Tunnelgraben zu transportieren. Dort wurde es mit Hilfe von Stahlseilen in Position gebracht. Das eigentliche Absenken startete in der Nacht zum Freitag, am Samstagmorgen lag das Element nach Angaben der Betreibergesellschaft korrekt positioniert und mit dem bereits installierten Teil des Tunnels verbunden auf dem Meeresboden.
Elemente tragen StÀdtenamen
"Jeder Absenkvorgang ist eine anspruchsvolle PrĂ€zisionsaufgabe, bei der viele Komponenten zusammenspielen mĂŒssen", sagte der stellvertretende Projektdirektor, Lasse Vester, laut Mitteilung.
Das Tunnelteil wird nun noch mit Steinen und Schotter bedeckt, damit es im Tunnelgraben gesichert ist. Zeitgleich beginnen den Angaben zufolge bereits die Arbeiten fĂŒr Teil vier. Jedes Element trĂ€gt ĂŒbrigens den Namen einer Stadt, die an der Verkehrsachse Malta-Finnland liegt, deren zentraler Bestandteil der Tunnel sein soll. Das dritte Element heiĂt Heiligenhafen.
UrsprĂŒnglich sollte der Ostseetunnel 2029 fertig werden. Doch sein Bau liegt laut der Projektgesellschaft mindestens zwei Jahre hinter dem Zeitplan. Auch Deutschland rechnet damit, dass sich der Bau der Hinterlandanbindung ĂŒber 2029 hinaus verzögern wird.
Quelle: ntv.de, mli/dpa