BMW baut Stellen ab: Tausende Jobs in Deutschland betroffen

Bei den Bayerischen Motoren Werken (BMW) sollen bis Ende nächsten Jahres rund 8000 Jobs wegfallen. Der Stellenabbau soll über natürliche Fluktuation und ein Abfindungsprogramm auf freiwilliger Basis in Deutschland erfolgen. Der Münchner Autobauer und der Betriebsrat hätten sich auf ein entsprechendes Konzept verständigt, sagte eine Unternehmenssprecherin nach einer Betriebsversammlung.
Hierbei soll der seit Mitte Mai amtierende neue Konzernchef Milan Nedeljkovic betont haben: "Mir ist bewusst, dass die nächste Zeit von uns allen viel abverlangen wird. Doch wir müssen sicherstellen, dass unser Unternehmen wieder profitabler und wettbewerbsfähiger wird."
BMW-Konzernchef Milan Nedeljkovic (Archivbild) Bild: picture alliance/dpa
BMW werde "auf allen Managementebenen Organisationseinheiten zusammenführen und mehr Verantwortung in die Hände der wertschöpfenden Bereiche geben", sagte Nedeljkovic. "Nur so kehren wir wieder zu dem zurück, was BMW immer ausgezeichnet hat: Unternehmerisches Handeln mit hoher Eigenverantwortung."
Nur Bürojobs - nicht die Produktion betroffen
Das Abfindungsprogramm richtet sich demnach vor allem an Mitarbeitende in den Bereichen Verwaltung, Entwicklung, Forschung, Planung und Management. Die Produktion sei ausgenommen.
Von Oktober an will der Konzern rund 40.000 seiner etwa 85.000 Beschäftigten in Deutschland individuelle Abfindungsangebote unterbreiten, wie aus Unternehmenskreisen verlautete. Das Programm wird BMW voraussichtlich einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Die Summe sei derzeit noch schwer abzuschätzen, hieß es. "Es kommt darauf an, wie viele die Abfindung nehmen." Weltweit beschäftigt der Konzern rund 154.000 Menschen.
Testphase für humanoide Roboter im BMW-Werk Leipzig (12.06.2026) Bild: Hendrik Schmidt/dpa/picture alliance
Die deutschen Autobauer stecken derzeit in einer großen Krise. Volkswagen, Mercedes, Audi und Porsche hatten bereits im vergangenen Jahr angekündigt, massiv Arbeitsplätze einzusparen. Beim größten deutschen und europäischen Autokonzern Volkswagen stehen bis zu 100.000 Stellenstreichungen und mehrere Werksschließungen im Raum.
China verdrängt, US-Zölle belasten ...
Generell leidet die Autobranche unter dem Einbruch des Marktes in China und dem sich dort stark erhöhenden Konkurrenz- und Preisdruck. Die Verkäufe von Elektroautos nehmen zwar an Fahrt auf, die Gewinnmargen sind dort jedoch kleiner.
Zugleich belasten die Zölle der US-Regierung, die immer stärker werdende Konkurrenz der Chinesen auf dem Weltmarkt und die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten auf die weltweite Konjunktur.
se/pgr (rtr, afp, dpa)
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