Bundestags-Innenausschuss - Politiker nach Sondersitzung zu CSD-Anschlag: "Viele offene Fragen"

Bundestags-Innenausschuss
Politiker nach Sondersitzung zu CSD-Anschlag: "Viele offene Fragen"
Bei der AufklĂ€rung des islamistischen Anschlags am Rande des Berliner Christopher Street Days sehen Innenpolitiker noch viele offene Fragen. Dies habe die Sondersitzung des Innenausschusses deutlich gemacht, erklĂ€rte der GrĂŒnen-Politiker Emmerich im Anschluss.
04.08.2026
Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin tagte der Bundestags-Innenausschuss ĂŒber Konsequenzen. (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Michael Kuenne)
Er verlangte etwa AufklĂ€rung darĂŒber, welche Informationen den Sicherheitsbehörden vorlagen. Der SPD-Abgeordnete Demir kritisierte insbesondere die Entscheidung des Gerichts, den als GefĂ€hrder eingestuften TĂ€ter trotz vorliegender Erkenntnisse auf freiem FuĂ zu lassen.
Bundesinnenminister Dobrindt sagte den Abgeordneten eine umfassende Chronologie der Ereignisse und des Behördenhandelns zu. Der CSU-Politiker bekrĂ€ftigte nach der Sitzung seine Forderung nach StrafverschĂ€rfungen. Dies betreffe etwa die Regelungen zur BewĂ€hrung und das Jugendstrafrecht. Es brauche eine bundesweit einheitliche PrĂ€ventivhaftregelung, um GefĂ€hrder aus dem Verkehr zu ziehen. Auch die Anordnung elektronischer FuĂfesseln mĂŒsse ausgeweitet werden.
An der mehrstĂŒndigen Videokonferenz nahmen unter anderem Verfassungsschutz-PrĂ€sident Selen, BKA-Chef MĂŒnch und Generalbundesanwalt Rommel teil. Bei dem Anschlag am 25. Juli war eine Frau getötet worden. 31 Menschen wurden verletzt.
Diese Nachricht wurde am 04.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.