DĂ€nemark und USA verkĂŒnden Einigung im Grönland-Streit

Abkommen geplant
DĂ€nemark und USA verkĂŒnden Durchbruch im Grönland-Streit
Stand: 19.09.2026 âą 01:54 Uhr
Mit seinen Forderungen und Drohungen in Bezug auf Grönland sorgte US-PrĂ€sident Trump fĂŒr Spannungen in der NATO. Nun wollen die USA, DĂ€nemark und Grönland ein Abkommen schlieĂen. Laut Grönlands Regierungschef soll es allen nĂŒtzen.
Im Streit um Grönland ist ein Ende in Sicht. Kommende Woche werde voraussichtlich ein Abkommen mit den USA unterzeichnet, teilten die Regierungen von DÀnemark und Grönland mit.
US-PrĂ€sident Donald Trump sprach bereits vor der Unterzeichnung von einem fertigen Abkommen. "Die Vereinigten Staaten haben ein Abkommen mit dem Königreich DĂ€nemark und Grönland geschlossen, das den Vereinigten Staaten die dauerhafte Kontrolle ĂŒber die Sicherheit und alle anderen Belange in Grönland gewĂ€hrt", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die USA dĂŒrften fortan tun, was immer nötig sei, um die Insel zu verteidigen.
Frederiksen: "Gut fĂŒr die NATO und Europa"
Die dĂ€nische Regierungschefin Mette Frederiksen teilte mit, es handle sich um eine Vereinbarung, die "unsere gemeinsame Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik stĂ€rkt und deshalb auch gut fĂŒr die NATO und Europa ist". DĂ€nemarks Regierung rechnet damit, bei der UN-Generalversammlung kommende Woche einen Deal zu unterzeichnen. Dieser mĂŒsse dann noch parlamentarische Prozesse durchlaufen, um in Kraft zu treten.
Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen erklĂ€rte, das Abkommen "nĂŒtzt uns allen." Es erkenne die SouverĂ€nitĂ€t und territoriale IntegritĂ€t des dĂ€nischen Königreichs und das Recht des grönlĂ€ndischen Volks auf Selbstbestimmung an, schrieb er. Diese Formulierung hatten Nielsen und Frederiksen auf dem Höhepunkt der Grönland-Krise immer wieder verwendet.
Monatelanger Streit
Trump hatte in den vergangenen Monaten AnsprĂŒche auf die gröĂte Insel der Welt erhoben. Der US-PrĂ€sident hatte dies unter anderem mit der Sicherheit der Arktis begrĂŒndet und nicht ausgeschlossen, notfalls auch Gewalt anzuwenden. Mit seinen ĂuĂerungen hatte er groĂen Widerstand ausgelöst.
Grönland ist weitgehend autonom, gehört aber zum dÀnischen Königreich. Beide LÀnder hatten immer wieder betont, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe. Im Januar dieses Jahres hatten die USA, DÀnemark und Grönland eine hochrangige Arbeitsgruppe eingerichtet, um den Streit um die Insel im Nordatlantik beizulegen.
Mit Informationen von Jana Sinram, ARD-Studio Stockholm