Eifel-Brand unter Kontrolle - Großbrand an belgischer Grenze
Ein Polizeihubschrauber unterstützt die Löscharbeiten in der Eifel.
Quelle: dpa
Über das Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, unter anderem in ZDFheute Xpress am 15.08.2026 ab 09:47 Uhr.
Wichtige Meldungen
15.08.2026, 20:56 Uhr
Forstwirtschaft fordert bessere Früherkennung
Angesichts der zunehmenden Zahl an Bränden forderte der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gezielten Waldumbau und eine bessere Früherkennung.
"Wir müssen in diesem Jahr feststellen, dass Waldbrände häufiger auftreten und inzwischen auch Regionen erreichen, die wir bislang nicht zu den klassischen Waldbrandgebieten Deutschlands gezählt haben", sagte DFWR-Präsident Christian Haase der "Rheinischen Post".
15.08.2026, 20:45 Uhr
Hoffnung im Eifler Brandgebiet
Im Kreis Düren kämpft die Feuerwehr weiter gegen den Waldbrand im Hürtgenwald. Die Flammen konnten eingedämmt werden, doch für Entwarnung ist es noch zu früh.
Im Kreis Düren kämpft die Feuerwehr weiter gegen den Waldbrand im Hürtgenwald. Die Flammen konnten eingedämmt werden, doch für Entwarnung ist es noch zu früh. 15.08.2026 | 1:33 min
Wichtige Meldung
15.08.2026, 20:03 Uhr
Eifel und Mosel: Polizei warnt vor Rauchwolken und Asche
Wegen der Brände in Belgien und Nordrhein-Westfalen in Verbindung mit dem aktuellen Wind und Wetterbedingungen warnt das Polizeipräsidium Trier vor Rauchwolken, die sich seit dem Nachmittag in der Region ausgebreitet haben, insbesondere in der Eifel und an der Mosel. An vielen Orten sei deutlicher Brandgeruch wahrzunehmen, teilweise liege Asche in der Luft, so die Polizei.
Allerdings gab es gleichzeitig auch Entwarnung: "Es sind derzeit keine Flächen- oder Waldbrände im Dienstgebiet des Polizeipräsidiums bekannt und es droht derzeit keine Gefahr durch diese Brände".
15.08.2026, 19:23 Uhr
ZDF-Reporter: "Prognosen sind gemischt"
Im Kreis Düren sind von den Flammen rund 300 Hektar Wald betroffen. Der Brand konnte inzwischen stabilisiert werden. ZDF-Reporter Alexander Roettig berichtet über die Lage vor Ort.
Im Kreis Düren sind von den Flammen rund 300 Hektar Wald betroffen. Der Brand konnte inzwischen stabilisiert werden. ZDF-Reporter Alexander Roettig berichtet über die Lage vor Ort.15.08.2026 | 1:21 min
15.08.2026, 19:15 Uhr
Erste Evakuierungen auf belgischer Seite
Wegen der sich ausbreitenden Flammen im Naturschutzgebiet Hohes Venn ist auf belgischer Seite die Evakuierung der Orte Küchelscheid und Leykaul eingeleitet worden.
Wichtige Meldung
15.08.2026, 19:03 Uhr
Waldbrand im Hohen Venn - erste Evakuierungen
Während die Feuerwehr um Hürtgenwald im Kreis Düren erste Erfolge vermeldet, breitet sich im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze der Waldbrand rasch aus. Die nordrhein-westfälische Stadt Monschau nahe der Grenze bittet daher Bewohner mehrerer Siedlungen, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten. Betroffen seien die Menschen in Ruitzhof, Leyloch, Vennhof, Haus Sonnentau und Plattevenn.
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15.08.2026, 18:04 Uhr
Eifel: Weiter Kampf gegen Waldbrand
Der Kampf gegen den großen Waldbrand in der Eifel geht mit Hunderten Einsatzkräften weiter. Auch die Bundeswehr unterstützt mit Panzern.
Der Kampf gegen den großen Waldbrand in der Eifel geht mit Hunderten Einsatzkräften weiter. Auch die Bundeswehr unterstützt mit Panzern. Rund 2.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.15.08.2026 | 1:09 min
15.08.2026, 17:51 Uhr
Wegen starker Rauchentwicklung: Säubrennerkirmes in Wittlich unterbrochen
Wegen des Rauchs ist eine Kirmes in Wittlich im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz unterbrochen worden. Das teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Trier mit.
Bei der am Freitag gestarteten Säubrennerkirmes handelt es sich um eines der größten Feste in der Region.
15.08.2026, 16:02 Uhr
Wüst: "Erste Hoffnung" im Kampf gegen die Flammen
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zeigt sich mit Blick auf die Bekämpfung des Waldbrands im Hürtgenwald zuversichtlich. Es sei in der letzten Nacht gelungen, dass die Lage stabilisiert wurde, sagt der CDU-Politiker bei einem Besuch im Brandgebiet. "Es besteht jetzt erste Hoffnung, dass der Brand unter Kontrolle gebracht werden kann. Es besteht auch erste Hoffnung, dass die evakuierten Menschen aus der Ortschaft Gey bald wieder in ihre Häuser zurückkehren können, wenn es weiter gut läuft", so Wüst.
"Jetzt kommen ein paar Tropfen Wasser, damit könnte dann ein bisschen auffrischender Wind verbunden sein. Also wir sind weiter abhängig davon, dass es nicht zu windig wird", sagt er mit Blick auf leichten, einsetzenden Nieselregen vor Ort. "Bisher ist kein Haus verloren gegangen." Es sei auch verhindert worden, dass Menschen zu Schaden gekommen seien, betont Wüst und dankt allen Einsatzkräften.
Wichtige Meldung
15.08.2026, 15:11 Uhr
NRW-Innenminister Reul: "Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht"
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) geht davon aus, dass der große Brand im Hürtgenwald von Menschen verursacht wurde. "Das Feuer ist entstanden durch irgendeinen Idioten, irgendein Idiot hat das Feuer verursacht", sagt Reul bei einem Besuch der Einsatzkräfte vor Ort. "Darum muss man nachdenken, wie verantwortungslos die Leute in der Gegend rumrennen und einfach irgendwas wegwerfen. Das ist das eigentliche Problem."
Einen Waldbrand wie im Hürtgenwald habe er noch nicht gesehen, so der CDU-Politiker: "Es ist ein Riesenfeuer."
15.08.2026, 14:31 Uhr
Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul: "Bitte Nörgeln nachher"
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) reagiert verärgert auf Kritik an der Organisation der Brandmaßnahmen und die Forderung nach Löschflugzeugen. "Diese Mäkeleien - ich habe keine Lust mehr darauf", wettert der 73-Jährige. "Bitte Nörgeln nachher. Ende, aus. Die Leute interessiert, ob wir deren Häusern sichern können. Das andere ist denen vollkommen wurscht. Und die Frage von Flugzeugen, das hab' ich schon zehnmal diskutiert. Das ist nicht so einfach in unserem Bundesland, da wir keine großen Flächen haben, wo getankt werden kann. Das ist so blauäugig wie noch was", sagte er bei einem Besuch in Hürtgenwald.
"Ich denke an die Menschen, die hier leben und die um ihr Häuschen fürchten. Um die müssen wir uns jetzt kümmern, und diesen Job, den erfüllen all diese 1.400 Leute, die hier unterwegs sind", so Reul. "Alle helfen mit, ich finde das grandios. Und darüber hinaus viele Freiwillige."
15.08.2026, 14:22 Uhr
1.600 Hektar zerstört: Waldbrand im Hohen Venn breitet sich aus
Der Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze breitet sich rasant aus. Die Flammen zerstörten bis zum frühen Samstagnachmittag mindestens 1.600 Hektar Vegetation, wie die belgischen Behörden mitteilen. Der Brand war am Freitagmittag in dem Waldgebiet nahe der deutschen Gemeinde Monschau ausgebrochen.
Der Ort ist nur einige Kilometer von Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen entfernt, wo ebenfalls ein Waldbrand wütet. Verstärkung aus ganz Belgien sowie aus Deutschland wurde mobilisiert.
15.08.2026, 14:11 Uhr
EU-Krisenkommissarin schickt Hilfe nach Belgien
EU-Krisenkommissarin Lahbib erklärte im Onlinedienst X, so seien auch zwei Hubschrauber aus den Niederlanden, ein weiterer aus Tschechien sowie zwei Löschflugzeuge aus Schweden auf dem Weg nach Belgien.
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Wichtige Meldung
15.08.2026, 13:58 Uhr
Hürtgenwald: Landrat hofft auf "ein hohes Maß an Kontrolle"
Der Dürener Landrat Ralf Nolten äußert sich zuversichtlich über die Bekämpfung des Waldbrands im Hürtgenwald. Er habe die Hoffnung, "dass wir heute, spätestes morgen in der Situation sind zu sagen: Wir haben ein hohes Maß an Kontrolle", sagt er. Jeder, der schon einmal gegrillt habe, wisse, dass ein Feuer erst aus sei, wenn die Asche abgelöscht und in der Tonne sei. "Das werden wir natürlich in den nächsten zwei Tagen nicht erreichen können", so Nolten. "Aber so, dass wir sagen können: Ja, wir haben die Dinge so weit im Griff."
Er sei "sehr, sehr zuversichtlich", dass der evakuierte Ortsteil Gey bald wieder freigegeben könne. Allerdings sage der Wetterdienst noch eine Gewitterzelle mit Sturmböen voraus. Hier müsse man die Entwicklung noch abwarten, so Nolten. "Das Fatalste, was wir machen könnten, wäre, dass wir sagen: Ihr könnt zurück! Und dann kommt die Gewitterzelle, und dann sagen wir anschließend: Nee, ihr müsst doch bis morgen warten."
15.08.2026, 13:54 Uhr
Waldbrandexperte: "Uns fehlen die Erfahrungen"
Die Feuerwehr in Deutschland sei gut aufgestellt, um überall zu reagieren, sagt Ulrich Cimolino vom Deutschen Feuerwehrverband. Aber es brauche Nachschulungen für großflächige Waldbrände.15.08.2026 | 19:32 min
15.08.2026, 13:33 Uhr
Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin: Wald entzündet sich nicht von allein
Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen hält menschliches Fehlverhalten als Auslöser des Großbrandes im Hürtgenwald für möglich. "Es lässt sich jedenfalls nicht ausschließen", sagt die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. "Wir sehen durchaus, wenn verschiedene Brandstellen relativ gleichzeitig oder in enger Abfolge hochkommen, dass einiges dafür sprechen könnte." Wie belastbar dies sei, könne man jetzt nicht sagen.
Die Löscharbeiten und die Sicherheit der Menschen stünden im Vordergrund. Wenn der Einsatz beendet sei, werde die Lage noch einmal in Gänze aufgerollt. "Aber festhalten kann man: Es ist nahezu immer menschliches Fehlverhalten die Ursache", erläutert Gorißen. "Der Wald entzündet sich nicht bei 38 Grad oder 40 Grad, die man draußen durchaus auch schon verzeichnen konnte in diesem Sommer, von alleine." In der Regel sei es eine weggeworfene Kippe oder dass jemand Glas liegen gelassen habe. Manchmal sei es auch Brandstiftung.
15.08.2026, 12:24 Uhr
Vegetationsbrände: Experte sieht "großes Defizit" bei Ausbildung
Deutschland ist nach Ansicht des Waldbrandexperten Ulrich Cimolino nur bedingt auf große Vegetationsbrände vorbereitet. Zwar sei man aufgrund der geschaffenen Feuerwehr-Strukturen "sehr schnell überall vor Ort". Doch breite sich ein Feuer aus, fehle es in der Fläche an Erfahrung mit solchen Bränden. "Da haben wir Kollegen, die sowas noch nie vorher gesehen haben und die auch dafür bisher wenig Ausbildung oder gar keine Ausbildung erhalten haben", sagt der Vorsitzende des Arbeitskreises Waldbrand beim Deutschen Feuerwehrverband. "Da haben wir ein großes Defizit. Das müssen wir verbessern."
Zudem brauche es Spezialisierungen bei Fachleuten, um den Einsatzkräften vor Ort die nötige Unterstützung geben zu können. Der Experte rät zur Einrichtung einer Spezialeinheit für Vegetationsbrände in jedem Landkreis.
15.08.2026, 12:01 Uhr
ZDF-Reporter in Hürtgenwald: "Feuer breitet sich nicht mehr aus"
Das Feuer sei noch nicht ganz unter Kontrolle, breite sich aber nicht mehr aus, sagt ZDF-Reporter Roettig. Es gebe aber trotzdem die Sorge, dass der Wind auffrischt und die Flammen neu entfacht.15.08.2026 | 7:09 min
15.08.2026, 11:48 Uhr
Waldbrandexperte sieht Problem bei Koordination der Lufteinsätze
Der Vorsitzende des Arbeitskreises Waldbrand beim Deutschen Feuerwehrverband, Ulrich Cimolino, sieht bei der Bekämpfung von Waldbränden in Deutschland aus der Luft "kein Zahlenproblem". "Unser Problem ist nicht die Anzahl dieser Luftfahrzeuge", sagt Cimolino bei ZDFheute live. Viel kritischer sei die Frage der Zuständigkeit und Koordination: "Unser Problem in Deutschland ist bei 16 Bundesländern, 16 verschiedenen Regelungen, wie diese Hubschrauber angefordert und eingesetzt werden dürfen und wie hinterher die Abrechnungen erfolgen."
Nordrhein-Westfalen sei eines der Bundesländer, das eine "relativ gute Regelung" habe. Fordere ein Einsatzleiter über die Leitstelle Luftfahrzeuge für Löscharbeiten an, würden die Kosten nach Genehmigung "komplett oder in großen Teilen übernommen". In anderen Bundesländern könne es "Stunden oder sogar Tage dauern", bis eine Anfrage beantwortet wird. Zudem müsse eine betroffene Gemeinde die Übernahme der Kosten bestätigen. Bei längeren Einsätzen könnten schnell Rechnungen im Millionenbereich anfallen. "Das kann sich eine Gemeinde, die kleiner ist, einfach nicht leisten."
Wichtige Meldung
15.08.2026, 11:16 Uhr
ZDF-Reporter: Sturmböen könnten "die Flammen wieder anfachen"
Der Waldbrand in Nordrhein-Westfalen "breitet sich nicht mehr aus“, berichtet ZDF-Reporter Alexander Roettig aus Hürtgenwald. Doch es bestehe die Sorge, "dass der Wind wieder auffrischt". Sturmböen könnten "die Flammen wieder anfachen". Die Zahl der Einsatzkräfte sei wegen der Größe des Feuers verdoppelt worden, so Roettig.
Derzeit soll der Brand etwa 150 Meter vom Ortsteil Gey entfernt sein. Wann die evakuierten Menschen wieder in ihre Häuser zurückkehren können, sei noch unklar. Zur Ursache des Waldbrandes gebe es bislang noch "keine konkreten Hinweise".
Über das Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, unter anderem in ZDFheute Xpress am 15.08.2026 ab 09:47 Uhr.