Fliegen wir bald mit Kokosöl? Forscher testen Kerosin-Alternative

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Auf der Suche nach einer umweltfreundlichen Kerosin-Alternative haben Forscher:innen aus Japan die Eigenschaften eines Biokraftstoffs auf Kokosöl-Basis untersucht. Die Ergebnisse zeigen zwar das Potenzial des Gemischs, aber auch mehrere Haken.
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Forscher entwickeln Biokraftstoff aus Kokosöl. (Symbolbild: Sunlight_s/Shutterstock)
Der jährliche Treibstoffbedarf aller kommerziellen Fluggesellschaften weltweit beläuft sich laut Schätzungen des Dachverbands der Fluggesellschaften IATA auf rund 375 Milliarden Liter (Stand: 2024). Zugleich macht die Verbrennung von Kerosin rund drei Prozent der globalen CO2-Emissionen aus.
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Kerosin-Alternative auf Kokosöl-Basis
Die Luftfahrtbranche arbeitet eigenen Angaben nach an einer Senkung des eigenen CO2-Ausstoßes, etwa durch die Entwicklung alternativer Kraftstoffe. Einen solchen Biokraftstoff auf Basis von Kokosöl haben jetzt Forscher:innen der Osaka Metropolitan University hergestellt und unter die Lupe genommen.
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Wie es in der im Fachjournal Fuel erscheinenden Studie heißt (Ausgabe Januar 2027), nutzten die Forscher:innen für die Produktion eines hochreinen Biokraftstoffs ein sogenanntes Co-Solvent-Verfahren. Dabei wurden Aceton, Alkohol und Kokosöl kombiniert. Das senkt den Energiebedarf und damit die Emissionen schon bei der Herstellung, so die Forscher:innen.
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Forscher testen Wirkungsgrad und Emissionen
Wie sich die Kerosin-Alternative in einem Flugzeug schlagen würde, testete das Team um den Luftfahrtingenieur Shinichiro Ogawa mithilfe eines Mikrostrahltriebwerks. Darin verbrannten die Forscher:innen den Biokraftstoff in wechselnden Beimischungen auf Methanol- und Ethanol-Basis, um dessen Verbrauch, den thermischen Wirkungsgrad und die Emissionen zu untersuchen.
Dabei zeigte sich, dass der Kokosöl-Treibstoff mit Kerosin zwar in puncto Schubleistung und thermischem Wirkungsgrad mithalten kann. Der Verbrauch steigt aber deutlich, weil der Biokraftstoff eine geringere Energiedichte besitzt, wie Golem schreibt.
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Was die Emissionen angeht, verringerte sich der Ausstoß unverbrannter Kohlenwasserstoffe und Stickoxide um bis zu 40 Prozent Der CO2-Ausstoß blieb trotz des höheren Verbrauchs konstant. Dafür kletterte der CO-Ausstoß um bis zu 17 Prozent.
Hürden für den Einsatz als Flugkraftstoff
Eine weitere Hürde für eine dauerhafte Nutzung dürfte zudem die Reaktionsfreudigkeit des Kraftstoffs bedeuten. Denn dieser zieht Feuchtigkeit an und neigt zur Oxidation. In den Versuchen der japanischen Forscher:innen zeigte sich schon nach ein bis zwei Wochen Rost an Edelstahl.
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Von Wasser bis Wind: Das ist die Zukunft der Energiegewinnung
Auch der Sauerstoffgehalt entspricht nicht den internationalen Standards für Flugkraftstoffe. Bis Kokosöl tatsächlich einmal als Kerosin-Alternative für den Flugbetrieb dienen kann, müsste der Biokraftstoff weiter optimiert werden.
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