H-Power: 5.000 Kilogramm Wasserstoff mit Protium

H-Power schließt erste Komatsu-Projektphase ab und startet die Integration der Ammoniak-Technologie. Neue Abschlüsse in Saudi-Arabien und mit Protium stärken die Marktposition.
H-Power, das bisher unter dem Namen AFC Energy firmierte, hat den erfolgreichen Abschluss der ersten Phase seines gemeinsamen Entwicklungsprogramms mit dem japanischen Baumaschinenhersteller Komatsu gemeldet.
Wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, steht nun der Übergang in die zweite Projektphase bevor, die den Zeitraum von September 2026 bis Dezember 2027 abdecken wird. Parallel dazu untermauern neue kommerzielle Abschlüsse in Saudi-Arabien und strategische Vereinbarungen mit dem Partner Protium die operativen Fortschritte des britischen Wasserstoff-Spezialisten.
Die Aktie spiegelt die jüngsten operativen Fortschritte mit einer stabilen Jahresentwicklung wider. Aktuell notiert das Papier bei 0,1312 Euro, was einer Wertsteigerung von 11 % seit Beginn des Jahres entspricht. Trotz dieser positiven Tendenz im laufenden Kalenderjahr verbleibt die Notierung mit einem Abstand von 36 % deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch, das im Mai 2026 markiert wurde.
Zusammenarbeit mit Komatsu geht in die nächste Phase
Der Fokus der bevorstehenden zweiten Phase des Komatsu-Programms liegt auf der technischen Demonstration der Ammoniak-Cracker-Integration. Dabei soll die Technologie von H-Power direkt mit den Motorensystemen von Komatsu verknüpft werden.
Ziel dieses Entwicklungsschritts ist es, die effiziente Nutzung von Ammoniak als Wasserstoffträger für schwere Industriemaschinen unter Beweis zu stellen. Die geplante Laufzeit bis Ende 2027 verdeutlicht die langfristige Ausrichtung der Partnerschaft, die darauf abzielt, emissionsfreie Antriebe für den Bausektor zur Marktreife zu führen.
Medienberichten zufolge stellt die Integration des Crackers einen technologischen Kernpunkt dar, da Ammoniak im Vergleich zu gasförmigem Wasserstoff einfacher zu transportieren und zu lagern ist. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Phase gilt als Voraussetzung für eine künftige Serienintegration in die Fahrzeugflotten des japanischen Konzerns.
Expansion durch neue Vertriebsverträge
Zusätzlich zu den technologischen Meilensteinen konnte H-Power zuletzt mehrere kommerzielle Erfolge vermelden. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Expansion ist ein Vertrag über den Verkauf von Brennstoffzellen-Generatoren in Saudi-Arabien. Dieser Schritt markiert für das Unternehmen einen wichtigen Markteintritt in einer Region, die massiv in den Ausbau wasserstoffbasierter Infrastrukturen investiert.
Flankiert wird dieser Erfolg durch zwei bedeutende Abkommen mit dem Unternehmen Protium. Die Partner vereinbarten die Lieferung von 5.000 Kilogramm grünem Wasserstoff, der mittels der Cracking-Technologie von H-Power aus Ammoniak gewonnen wird. Zudem wurde ein Rahmenvertrag über den Massenverkauf von ammoniakbasiertem Wasserstoff gemeldet.
Diese Kooperationen zielen darauf ab, die Skalierbarkeit der Technologie in der industriellen Anwendung zu demonstrieren und die gesamte Wertschöpfungskette von der Erzeugung bis zur Bereitstellung des Energieträgers abzudecken. Mit dieser breiten Aufstellung festigt H-Power seine Positionierung im globalen Markt für saubere Energielösungen nach der erfolgten Neuausrichtung.
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