Hautalterung: Warum die ästhetische Medizin umdenkt

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Frankfurt
Stand: 14.08.2026, 00:00 Uhr
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Fachärzte-Team der Plastischen Chirurgie © 2026 Drs. B. & M. Dippe PartG
Hautalterung beginnt früher, als man denkt: Jahre bevor die erste Falte zu sehen ist, tief unter der Haut. Was dort geschieht, wo gute Pflege an ihre Grenze stößt und warum die Medizin heute anders auf das Gesicht schaut, erklärt der erfahrene Plastische Chirurg Dr. Burkhard Dippe vom Fachärzte-Team an der Alten Oper in Frankfurt.
Es fällt an einem ganz gewöhnlichen Morgen auf. Das Gesicht im Spiegel wirkt müder als sonst, die Wangen etwas flacher, die Kieferlinie weicher – und man hat den Eindruck, das sei alles recht schnell gegangen. Schnell war daran allerdings wenig: Die Ursachen liegen weitgehend in tieferen Gewebeschichten, während der Spiegel nur die Veränderungen des Hautbilds und der Gesichtskonturen zeigt.
Ab etwa Ende zwanzig bildet der Körper weniger Kollagen, das Eiweiß, das der Haut Festigkeit gibt. Auch der Elastingehalt sinkt, und mit ihm die Spannkraft. Und weil Hyaluronsäure abnimmt, die im Gewebe Wasser bindet, speichert die Haut weniger Feuchtigkeit und wird dünner. Gleichzeitig gibt auch das Fettgewebe unter der Haut nach: Manche Polster sacken ab, andere bilden sich zurück. Die Proportionen und Konturen verändern sich also, lange bevor eine Falte zu sehen ist.
Wie schnell das geht, liegt nicht nur an den Genen. Die Sonne gilt als stärkster Beschleuniger: UV-Strahlung baut über Jahrzehnte Kollagen ab, ohne dass man es bemerkt. Rauchen, wenig Schlaf und viel Belastung kommen hinzu. Über dieselben Faktoren lässt sich die Hautalterung aber auch etwas hinauszögern – Sonnenschutz vor allem, dazu Schlaf und Bewegung. Gute Hautpflege hat dabei ebenfalls ihren Platz. Sie schützt die Hautbarriere und hält Feuchtigkeit, aber sie greift nicht in das ein, was in der Tiefe geschieht: Verlorenes Volumen kann keine Creme ersetzen. Wer dort etwas erreichen will, muss tiefer ansetzen.
Was die Gesichtsverjüngung ohne OP betrifft, haben sich die Behandlungsmöglichkeiten in der ästhetischen Medizin in den letzten Jahren entscheidend verbessert. Lange drehte sich vieles um die einzelne Falte: unterspritzen, glätten, fertig. Heute steht die Frage im Vordergrund, warum die Falte überhaupt entstanden ist. Meist steckt ein Volumenverlust dahinter, tiefer im Gesicht. Ersetzt man das Volumen dort, wirkt die Hautpartie darüber wieder frischer und glatter. Innovative Filler regen die Haut zudem an, selbst wieder Kollagen zu bilden und sich damit zu regenerieren. Eine zeitgemäße Faltenbehandlung setzt also weniger an einzelnen Falten an als vielmehr am Zusammenspiel von Haut, Volumen und Kontur.
Parallel dazu verschieben sich auch die Wünsche von Patientinnen und Patienten. Früher wollten viele vor allem jünger wirken. Heute hört man eher: wach aussehen, erholt, nicht verändert. Nicht ein anderes Gesicht, sondern das eigene, das länger so vital aussieht, wie man sich fühlt.
Wo das eigene Gesicht gerade steht, lässt sich schwer im Spiegel beurteilen – jede Haut altert anders. An einem der regelmäßigen Themen-Samstage „Filler & Lifting-OP“ nimmt sich das Fachärzte-Team für Plastische Chirurgie an der Alten Oper in Frankfurt dafür Zeit. Am Anfang steht dort keine Methode, sondern eine ehrliche Einschätzung, ob und wo eine Behandlung sinnvoll ist.