KI-Workstation: Neuer Mac Studio bekommt M5 Ultra und viel RAM

Viele CPU- und GPU-Kerne sowie viel Speicher bringen große KI-Modelle auf Apples Mac Studio. Daneben gibt es ein kleineres Modell mit M5 Max.
Apples neuer Mac Studio Bild:
Apple
Nachdem bereits im März 2026 die M5 Pro und Max vorgestellt wurden, hat Apple die Prozessorfamilie mit dem M5 Ultra nach oben abgerundet(öffnet im neuen Fenster). Mit dem neuen Chip kommt auch eine neue Generation des Mac Studio und eine neue Version von MacOS – Version 27 alias Golden Gate.
Der M5 Ultra ist, wie bereits seine Vorgänger, ein verdoppeltes Max-Modell. Entsprechend gibt es bis zu 36 CPU-, 32 NPU- und 80 GPU-Kerne, die Speicherbandbreite steigt dank 1.024-Bit-Anbindung auf 1,2 TByte/s. Vervierfacht hat Apple allerdings die maximale Speicherkapazität: Beim Ultra-Modell des Mac Studio sind bis zu 512 GByte möglich. Beim Max-Modell hingegen gibt es maximal 18 CPU-, 16 NPU- und 40 GPU-Kerne mit 128 GByte RAM.
Da Apple bereits bei den M5 Pro und Max zwei Chiplets verwendet, kommt das Ultra-Modell erstmals auf vier Chiplets. Die kommen aus TSMCs 3-nm-Fertigung.
Klarer Schwerpunkt: KI
Apple ist bei der Ausrichtung des Mac Studio mit M5 Ultra ziemlich eindeutig: Er richtet sich primär an KI-Forscher und Entwickler. Neben Inferenz soll auch KI-Training sinnvoll möglich sein. Die Modelle mit M5 Max hingegen richten sich an die klassische Kundengruppe aus dem Kreativbereich.
Modellpalette Apple M5
M5
M5
M5 Pro
M5 Pro
M5 Max
M5 Max
M5 Ultra
CPU
4x Super Core, 6x E-Core
4x Super Core, 6x E-Core
5x Super Core, 10x Performance Core
6x Super Core, 12x Performance Core
6x Super Core, 12x Performance Core
6x Super Core, 12x Performance Core
12x Super Core, 24x Performance Core
GPU
8 Kerne
10 Kerne
16 Kerne
20 Kerne
32 Kerne
40 Kerne
80 Kerne
Speicherbus
128 Bit
128 Bit
256 Bit
256 Bit
382 Bit
512 Bit
1.024 Bit
Speicherbandbreite
153 GByte/s
153 GByte/s
307 GByte/s
307 GByte/s
460 GByte/s
614 GByte/s
1,2 TByte/s
min. Speicher
16 GByte
16 GByte
24 GByte
24 GByte
36 GByte
48 GByte
96 GByte
max. Speicher
16 GByte
32 GByte
48 GByte
64 GByte
36 GByte
128 GByte
512 GByte
Video- und Prores-Encoder
1x
1x
1x
1x
2x
2x
4x
Wie bei Nvidias DGX Spark können mehrere Mac Studios zu einem Cluster verbunden werden. Dafür wird Thunderbolt 5 genutzt, das per Remote Direct Memory Access (RDMA) direkten Zugriff auf den Speicher anderer Geräte ermöglicht. Apple verspricht für ein Cluster mit vier Mac Studios immerhin noch eine Verdreifachung der Inferenzleistung. Mit insgesamt 2 TByte RAM lassen sich zudem auch einige der größten Open-Source-Modelle mit knapp 2 Billionen Parametern ausführen.
Damit die Modelle nicht ewig laden, hat Apple dem Mac Studio eine PCIe-Gen6-SSD spendiert. Für eine schnellere kabellose Anbindung kommt der N1-Chip mit Wi-Fi7 und Bluetooth 6 aufs Mainboard.
Mac Studio: Preis und Verfügbarkeit
Aktuell können die neuen Modelle des Mac Studio bereits vorbestellt werden, die Auslieferung erfolgt ab dem 22. September 2026. Die Max-Variante startet bei 2.999 Euro, für das Ultra-Modell sind mindestens 6.599 Euro fällig. Aktuell kann Letzteres nur mit maximal 256 GByte RAM vorbestellt werden, mit M5 Ultra im Vollausbau und 1 TByte SSD kostet diese Variante 12.429 Euro. Die 512-GByte-Variante soll ab Ende Oktober 2026 erhältlich sein und dürfte der 20.000-Euro-Marke sehr nahe kommen.
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