MĂĽnchen nicht Platz 1

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Flughafen MĂĽnchen
Stand: 15.08.2026, 09:00 Uhr
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Nicht überall in Deutschland ist das Fliegen gleich stressig. Welche deutschen Flughäfen beim Thema Technologie die Nase vorn haben, zeigt eine Analyse.
Flughafen München – Wer in Deutschland in ein Flugzeug steigt, erlebt je nach Flughafen sehr unterschiedliche Abläufe. Manche Airports setzen bereits auf hochmoderne Technik bei Abfertigung und Abläufen bis zum Take-off, andere hinken hinterher. Eine aktuelle Analyse des Elektronikunternehmens Mouser Electronics hat alle relevanten deutschen Flughäfen unter die Lupe genommen und bewertet, welche davon technologisch am weitesten vorn liegen.
Flughafen München: Sicherheitsbereich Sicherheitskontrolle CT-Sensoren Gepäck SicherheitFoto: Marcus Schlaf, 07.04.2025 © Marcus Schlaf
Moderne Technologie: Frankfurt in Deutschland vorn – Flughafen München landet auf Platz zwei
Insgesamt wurden 25 internationale und regionale Flughäfen in Deutschland untersucht. Für jeden Standort floss eine Reihe technologischer Kriterien in eine Gesamtpunktzahl ein. Das Ergebnis: Der Flughafen Frankfurt am Main belegt mit 91,2 von 100 möglichen Punkten den ersten Platz und wird als „außergewöhnlich“ eingestuft. Dicht dahinter folgt der Flughafen München mit 89,8 Punkten. Den dritten Platz sichert sich der Flughafen Berlin Brandenburg mit 80,3 Punkten.
Die weiteren Plätze im Überblick: Hamburg (77,3 Punkte, Platz 4), Düsseldorf (76,9, Platz 5), Stuttgart (71,8, Platz 6), Hannover (71,5, Platz 7), Nürnberg (68,2, Platz 8), Köln/Bonn (66,0, Platz 9) und Bremen (63,1, Platz 10).
MĂĽnchner Flughafen punktet mit Automatisierung und KI
Der Münchner Airport, das bayerische Luftverkehrsdrehkreuz mit mehr als 43,4 Millionen abgefertigten internationalen Passagieren pro Jahr, überzeugt laut der Mitteilung vor allem durch seine weitreichende Automatisierung. Im Jahr 2025 verzeichnete er das stärkste Passagierwachstum unter allen Flughäfen im deutschsprachigen Raum.
Ein zentrales technisches Highlight ist das sogenannte „Siemens Individual Carrier System“ (ICS): Jedes Gepäckstück wird dabei in einem eigenen Transportbehälter befördert, was eine lückenlose Nachverfolgung in Echtzeit ermöglicht und das Risiko von Gepäckverlust deutlich senkt. Das System schafft nach Angaben von Mouser Electronics bis zu 17.800 Gepäckstücke pro Stunde.
Schnellere Sicherheitskontrollen dank 3D-Scannern
Auch an den Sicherheitsschleusen setzt München auf moderne Technik: CT-basierte Scanner mit 3D-Bildgebung erlauben es Reisenden, Laptops und Flüssigkeiten im Handgepäck zu lassen – was den Kontrollprozess spürbar beschleunigt. Mehrspurige Sicherheitspunkte sorgen zusätzlich dafür, dass mehrere Passagiere gleichzeitig ihre Gegenstände bereitstellen können, was Staus abbaut und den Durchfluss verbessert.
Hinter den Kulissen koordiniert eine zentrale digitale Leitstelle den gesamten Flughafenbetrieb. KI-gestützte Systeme optimieren dabei die Umlaufzeiten der Flugzeuge. Darüber hinaus testet der Flughafen München laut der Mitteilung robotergestützte Gepäckabfertigung und weitere KI-gesteuerte Logistiktechnologien.
Mark Patrick, Director of Technical Content bei Mouser Electronics, betont in der Mitteilung den Stellenwert einer umfassenden Strategie: „Zwar können einzelne Innovationen erhebliche Auswirkungen haben, doch wahre technologische Führungsstärke entsteht durch einen ganzheitlichen Ansatz. Die fortschrittlichsten Flughäfen sind diejenigen, die erfolgreich eine breite Palette von Technologien entlang der gesamten Passagierreise und im Hintergrundbetrieb einsetzen und so dazu beitragen, die Effizienz, die Sicherheit und die allgemeine Servicequalität zu verbessern.“ Der Flughafen München belegt im Ranking der sichersten deutschen Airports den ersten Platz. (Quelle: Mouser Electronics) (jh)