News kompakt: Tanker in Straße von Hormus angegriffen

In der Straße von Hormus am Persischen Golf ist ein weiterer Öltanker angegriffen worden. Das Schiff sei von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, teilte die britische Seefahrtbehörde UKMTO mit. Der Maschinenraum sei dabei beschädigt worden. Das Schiff sei manövrierunfähig. Die Besatzungsmitglieder seien jedoch unverletzt und in Sicherheit. Der Angriff ereignete sich knapp 17 Kilometer vor der Küste Omans.
Die für die Weltwirtschaft wichtige Wasserstraße ist im Iran-Krieg einer der Hauptstreitpunkte zwischen den Regierungen in Teheran und Washington. Die iranische Armee hat die Straße von Hormus weitgehend abgeriegelt und greift dort immer wieder Schiffe an.
Oberstes US-Gericht billigt vorerst Trumps Pläne zur Briefwahl
Ein Dekret von US-Präsident Donald Trump für eine erschwerte Briefwahl ist vorerst weiter gültig. Der Oberste Gerichtshof der USA hob die Entscheidung eines Bezirksgerichts auf, das eine Aussetzung des Erlasses angeordnet hatte. Der Supreme Court traf jedoch noch keine endgültige Entscheidung in der Sache. Trump hatte das Dekret Ende März unterzeichnet, die oppositionellen Demokraten reichten daraufhin Klage ein.
US-Präsident Trump setzt seine Unterschrift unter seinen Exekutiverlass zur Briefwahl (31.03.2026) Bild: Evan Vucci/REUTERS
Der US-Präsident will die Briefwahl auf solche Bürger beschränken, die auf "Staatsbürgerschaftslisten der Bundesstaaten" stehen, die von seiner Regierung zusammengestellt werden. Kritiker sehen darin den Versuch, bestimmte Wählergruppen auszuschließen. Im November finden die wichtigen Zwischenwahlen zum US-Kongress statt. Trumps Republikanern droht dabei eine Niederlage.
Trump lässt Handelsstreit mit Kanada eskalieren
Im festgefahrenen Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada legt US-Präsident Donald Trump noch einmal nach. Ab dem 1. Januar 2027 sollen auch die US-Zölle auf Autos, Lastwagen, Autoteile und Stahl aus Kanada auf 50 Prozent steigen, wie Trump auf seiner Plattform Truth Social mitteilte. Erst vor wenigen Tagen waren zusätzliche Abgaben von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 28 Milliarden US-Dollar in Kraft getreten. Betroffen sind unter anderem Möbel, Wein, Honig und Hockeyschläger.
Kanadas Regierungschef Mark Carney kündigt Gegenmaßnahmen an Bild: Chris Tanouye/REUTERS
Wie in der Vergangenheit könnten Unternehmen die Zölle umgehen, indem sie in den USA produzierten, erklärte der US-Präsident weiter. Trump wirft Kanada vor, die USA seit Jahren wirtschaftlich auszunutzen. Die Regierung in Ottawa weist dies zurück.
USA streichen Syrien von Terrorliste
Die USA haben ihre Sanktionen gegen Syrien weiter gelockert. Die Regierung in Washington strich das arabische Land von der Liste der "staatlichen Unterstützer des Terrorismus", wie das US-Außenministerium mitteilte. Die USA hatten Syrien erstmals Ende 1979 auf ihre Schwarze Liste gesetzt und damit Investitionen dort weitgehend unterbunden.
Zuletzt traf US-Präsident Trump (r.) den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa im Juli in Ankara am Rande des NATO-Gipfels Bild: Saul Loeb/AFP
Seit dem Sturz der Regierung unter Machthaber Baschar al-Assad Ende 2024 haben sich die USA Syrien gegenüber - trotz Kritik aus Israel - immer weiter geöffnet. Präsident Donald Trump empfing Interimspräsident Ahmed al-Scharaa im vergangenen November im Weißen Haus. Die USA haben jetzt noch Kuba, Nordkorea und Iran als staatliche Terrorunterstützer gelistet.
Macron will Druck auf Russlands Schattenflotte erhöhen
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will entschiedener gegen die sogenannte Schattenflotte Russlands vorgehen und dem Land den Import von Rohstoffen erschweren. Bei einer Videokonferenz mit Vertretern der sogenannten Koalition der Willigen schlug er deshalb ein Treffen auf Ministerebene vor. Dabei solle über weitere Maßnahmen gegen Tanker beraten werden, mit denen trotz der internationalen Sanktionen Öl exportiert wird. Zudem forderte Macron, Ausfuhren von Gas, Öl und Diesel nach Russland durch Strafmaßnahmen zu verhindern.
Zum 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine am Montag beriet die "Koalition der Willigen" über weitere Hilfe Bild: Henry Nicholls/AP Photo/picture alliance
Die "Koalition der Willigen" ist ein Zusammenschluss von Staaten, die die Ukraine militärisch unterstützen und Sicherheitsgarantien für die Zeit nach einem Ende des russischen Angriffskriegs vorbereiten.
Bundeskabinett berät über Wirtschaft und Klimaschutz
Nach der Sommerpause kommt Deutschlands Regierung an diesem Dienstag zu einer zweitägigen Klausurtagung auf Schloss Neuhardenberg im Bundesland Brandenburg zusammen. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sowie die Folgen der Hitzewelle dieses Sommers.
Aus dem Sommerurlaub zurück: Bundeskanzler Friedrich Merz (22.08.2026) Bild: Christoph Reichwein/dpa/picture alliance
Dabei zeichnet sich Streit zwischen der konservativen Union aus CDU und CSU und den Sozialdemokraten ab. Die SPD-Minister wollen den Kampf gegen den Klimawandel durch eine Änderung des Grundgesetzes stärken, die Union lehnt diesen Vorstoß ab. Für die Bundesregierung ist es die zweite Kabinettsklausur seit ihrem Amtsantritt.
se/pgr/fab (dpa, afp, rtr, ap)
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