News kompakt: US-Sanktionen gegen IStGH-PrÀsidentin

Die US-Regierung hat Sanktionen gegen die PrĂ€sidentin des Internationalen Strafgerichtshofs, Tomoko Akane, angekĂŒndigt. AuĂenminister Marco Rubio teilte mit, die Japanerin Akane gemeinsam mit dem ranghohen senegalesischen Juristen Abdoulaye Seye auf die Sanktionsliste zu setzen. Er begrĂŒndete den Schritt damit, dass beide wiederholt an Ermittlungen oder Festnahmen gegen AmtstrĂ€ger beteiligt gewesen seien, deren Regierungen der Gerichtsbarkeit des IStGH nicht zugestimmt hĂ€tten. Zu diesen Staaten zĂ€hlen neben den USA auch etwa Israel und Russland.
Rubio sagte, dass das Strafgericht gegen Regierungsvertreter jener Staaten ermittle, schaffe einen gefÀhrlichen PrÀzedenzfall. Ein Haftbefehl des Gerichts liegt seit 2024 etwa gegen Israels MinisterprÀsidenten Benjamin Netanjahu vor, dem Kriegsverbrechen im Gazastreifen zur Last gelegt werden.
Ukrainischer Ex-Minister Fedorow ruft zu Wahlen im Krieg auf
Gut einen Monat nach seiner Ablösung hat der frĂŒhere ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow dazu aufgerufen, trotz der russischen Invasion einen Weg zu Wahlen in der Ukraine zu finden. "Die Demokratie darf nicht von Russland als Geisel genommen werden", erklĂ€rte der 35-JĂ€hrige in einer Videobotschaft.
Der im Juli entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (Foto vom Juni 2026)Bild: Stoyan Nenov/REUTERS
Wegen des russischen Angriffskriegs waren Wahlen in der Ukraine bislang aufgeschoben worden. Fedorow schied am 15. Juli im Zuge einer von PrÀsident Wolodymyr Selenskyj betriebenen Regierungsumbildung nach nur sechs Monaten als Verteidigungsminister aus dem Amt. Fedorows Ausscheiden löste tagelange Proteste aus.
Trump setzt angekĂŒndigte Zölle gegen Kanada in letzter Minute aus
Kurz vor dem Inkrafttreten neuer Zölle auf eine Reihe von kanadischen Produkten hat US-PrĂ€sident Donald Trump seine PlĂ€ne auf Eis gelegt. Die Erhebung der ImportgebĂŒhren solle um drei Tage ausgesetzt werden, damit beide Seiten einen Deal fĂŒr das Ăl-Pipeline-Projekt Keystone XL abschlieĂen könnten, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.
Der kanadische âPremierminister Mark Carney sprach von erheblichen Fortschritten bei den Verhandlungen (Foto vom Juli 2026)Bild: Todd Korol/PA Images/picture alliance
Trump wollte ursprĂŒnglich ab diesem Mittwoch einen Zoll von 50 Prozent auf eine lange Liste kanadischer Produkte erheben. UnterhĂ€ndler beider LĂ€nder hatten laut Berichten bis zum letzten Moment verhandelt. Kanadas Regierungschef Mark Carney betonte allerdings, dass noch "wichtige Arbeit" erledigt werden mĂŒsse.
USA und SĂŒdkorea kĂŒrzen MilitĂ€rmanöver um die HĂ€lfte
SĂŒdkorea und die USA werden ihre derzeit laufenden MilitĂ€rĂŒbungen um die HĂ€lfte kĂŒrzen. Wie SĂŒdkoreas Generalstab mitteilte, wird das Manöver auf Wunsch der USA bereits am Freitag enden. UrsprĂŒnglich war geplant, dass die seit Montag laufenden MilitĂ€rĂŒbungen mit dem Titel "Ulchi Freedom Shield" bis zum 27. August andauern.
US-Truppen wĂ€hrend der gemeinsamen MilitĂ€rmanöver mit SĂŒdkoreaBild: Ahn Young-joon/AP Photo/picture alliance
Bereits am Wochenende hatte US-PrĂ€sident Donald Trump in einem Post auf Truth Social angekĂŒndigt, das gemeinsame MilitĂ€rmanöver mit SĂŒdkorea deutlich kleiner ausfallen zu lassen, weil nicht mehr genĂŒgend Zeit bleibe, um es komplett abzusagen. Er verwies dabei auf seine angeblich "sehr gute Beziehung" zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.
EU schickt Schnelltests gegen Ebola-Ausbruch in den Kongo
Die EU stellt angesichts des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo Schnelltests im Wert von 2,5 Millionen Euro bereit. Die Tests und benötigten Instrumente sollen an die afrikanische Gesundheitsorganisation Africa CDC gehen, erste Lieferungen sind noch in diesem Monat geplant. Nach Angaben der kongolesischen Regierung ist es der bislang schwerste Ebola-Ausbruch des Landes.
Seit Mai sind 5021 Menschen nachweislich an der hochansteckenden Infektionskrankheit erkrankt, erklĂ€rte das RegionalbĂŒro Afrika der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Mehr als 2300 starben. Besonders betroffen ist die Provinz Ituri im Osten des Landes. Ursache ist die seltene Bundibugyo-Variante, gegen die bislang weder ein zugelassener Impfstoff noch eine spezifische Behandlung verfĂŒgbar ist.
Deutschland verliert tÀglich mehr als ein Denkmal
In Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in den vergangenen zwei Jahren mindestens 1077 Denkmale unwiederbringlich verloren gegangen - im Schnitt mehr als eines pro Tag. Das geht aus dem neuen Schwarzbuch der Stiftung hervor. Als HauptgrĂŒnde nennt sie wirtschaftliche ErwĂ€gungen, VernachlĂ€ssigung, nicht abgestimmte BaumaĂnahmen, BrĂ€nde und Vandalismus.
Pro Tag geht in Deutschland mindestens ein Baudenkmal verloren: Das Schwarzbuch der Denkmalpflege (Foto von 2025)Bild: Britta Pedersen/dpa/picture alliance
Die Lage des Denkmalschutzes habe sich weiter verschlechtert, warnte die Stiftung. In dem Bericht werden 21 FĂ€lle ausfĂŒhrlich dokumentiert. Dazu zĂ€hlen historische GasthĂ€user, FachwerkhĂ€user und Villen, die trotz Denkmalstatus abgerissen, stark verĂ€ndert oder durch unsachgemĂ€Ăe Sanierungen beschĂ€digt wurden.
pg/pgr (dpa, afp, rtr, epd, kna)
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