News kompakt: US-Staaten klagen gegen Trumps neue Zölle

25 demokratisch regierte US-Bundesstaaten klagen gegen die neuen Zölle von PrĂ€sident Donald Trump auf Importe von 60 Handelspartnern. Sie werfen der Regierung vor, unter dem Vorwand des Kampfes gegen Zwangsarbeit erneut willkĂŒrlich Abgaben zu verhĂ€ngen. Die seit dem 24. Juli geltenden Zölle von 10 beziehungsweise 12,5 Prozent betreffen auch Waren aus der EU.
Oregons Generalstaatsanwalt Dan Rayfield warnte vor höheren Preisen fĂŒr Kleidung und Elektronik. Die Regierung hatte die Abgaben eingefĂŒhrt, nachdem der Supreme Court frĂŒhere globale Zölle fĂŒr rechtswidrig erklĂ€rt hatte. Nun soll das Handelsgericht in New York prĂŒfen, ob fĂŒr die neuen Importabgaben eine ausreichende rechtliche Grundlage besteht.
Angriff auf Frachter nach Trumps Ultimatum an den Iran
WĂ€hrend US-PrĂ€sident Donald Trump dem Iran ein neues Ultimatum fĂŒr eine Ăffnung der StraĂe von Hormus setzt, ist dort erneut ein Handelsschiff angegriffen worden. Ein "unbekanntes Geschoss" traf einen Frachter rund 37 Kilometer vor der KĂŒste Omans, wie die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO mitteilte. Angaben zu SchĂ€den oder Verletzten gab es zunĂ€chst nicht.
Frachter nahe der StraĂe von Hormus (31.07.2026)Bild: AFP
Trump fordert eine vollstĂ€ndige Ăffnung der Meerenge bis Dienstag und bezeichnete diplomatische GesprĂ€che als "letzte Chance". Teheran bestĂ€tigte bislang jedoch nur Verhandlungen mit Oman ĂŒber einen vorlĂ€ufigen Schifffahrtskorridor. Der tatsĂ€chliche Stand der GesprĂ€che bleibt unklar.
EU-Minister beraten ĂŒber Konsequenzen aus Ceuta-Krise
Nach dem Migranten-Ansturm auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta kommen die Innenminister der EU-LĂ€nder zu einer Sondersitzung zusammen. Im Mittelpunkt der Videokonferenz an diesem Dienstag steht die Frage, wie der Schutz der AuĂengrenze der EuropĂ€ischen Union besser gewĂ€hrleistet werden kann. Es gehe darum, "massenhafte und unkontrollierte GrenzĂŒbertritte" kĂŒnftig zu verhindern, heiĂt es in einem gemeinsamen Schreiben etlicher EU-Staats- und Regierungschefs. Es wurde auch von Bundeskanzler Friedrich Merz unterzeichnet.
Migranten nĂ€hern sich dem Grenzposten auf dem Weg zurĂŒck nach Marokko (02.08.2026)Bild: Henry Nicholls/AFP
Vergangene Woche waren zehntausende Menschen, teilweise schwimmend, von Marokko in das angrenzende Ceuta gelangt. Nach Angaben der spanischen Regierung kehrten mittlerweile fast alle von ihnen wieder zurĂŒck. Der Vorfall löste innerhalb der EU-LĂ€nder heftigen Streit ĂŒber die Migrationspolitik aus.
Kubas Stromnetz bricht erneut zusammen
Kubas nationales Stromnetz ist am Montag erneut landesweit zusammengebrochen. Nach Angaben staatlicher Medien löste eine Schwankung den Ausfall aus, wÀhrend die Behörden noch versuchten, die Stromversorgung nach einem Blackout in der Nacht zum Sonntag wiederherzustellen.
Ganz Kuba im Dunkeln nach einem erneuten Stromausfall, wie hier in der Hauptstadt HavannaBild: REUTERS
Landesweite StromausfĂ€lle hĂ€ufen sich auf der Insel mit rund zehn Millionen Einwohnern. Allein im Juli brach das Netz dreimal innerhalb von neun Tagen zusammen. Als Ursachen gelten Treibstoffmangel und die marode Infrastruktur. Havanna macht das US-Handelsembargo verantwortlich, Washington hingegen Misswirtschaft. VerschĂ€rft wurde die Krise durch ein US-Ălembargo und den Ausfall Venezuelas als wichtigster Treibstofflieferant.
Bekannter Oppositioneller flĂŒchtet von Russland nach Paris
Der populĂ€re russische Oppositionelle Boris Nadeschdin hat seine Heimat verlassen. Er sei nun in Freiheit, teilte der 63-JĂ€hrige mit. Ein ĂŒber den Onlinedienst Telegram veröffentlichtes Video zeigt ihn vor dem Eiffelturm in Frankreichs Hauptstadt Paris. Im Juli war Nadeschdin kurzzeitig inhaftiert und wegen "Extremismus" zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Von den russischen Behörden wurde er als sogenannter "auslĂ€ndischer Agent" eingestuft. Daraufhin musste Nadeschdin seine Kandidatur fĂŒr die Parlamentswahl im September zurĂŒckziehen.
Der russische Oppositionelle Boris Nadeschdin (Archivbild)Bild: Alexander Zemlianichenko/AP/picture alliance
Schon 2024 hatten die russischen Behörden seine Bewerbung fĂŒr die PrĂ€sidentschaftswahl abgelehnt. Fast alle Gegner von Staatschef Wladimir Putin befinden sich im Exil oder sitzen in Russland im GefĂ€ngnis. Auch er sei "zum Schweigen gebracht" und "aus der Politik gedrĂ€ngt" worden, erklĂ€rte Nadeschdin.
Neues Virus bei Rindern in Deutschland nachgewiesen
Ein bisher unbekanntes Virus breitet sich bei Rindern in SĂŒddeutschland aus. Infizierte Tiere zeigten Fieber und Durchfall; MilchkĂŒhe gĂ€ben weniger Milch, erlĂ€uterte das Friedrich-Loeffler-Institut. Die Bundesbehörde widmet sich der Tiergesundheit in Deutschland. Nach bisherigem Kenntnisstand sind oder waren in der Region SĂŒdbaden insgesamt rund 100 Betriebe mit Rinderhaltung betroffen.
Ăbertragen wird der Erreger durch blutsaugende MĂŒcken. Experten untersuchten Proben aus Baden-WĂŒrttemberg und kamen zu dem Schluss, dass es sich um ein bisher nicht nĂ€her charakterisiertes Virus aus der sogenannten Simbu-Serogruppe handelt. Derartige Viren kommen vor allem in Afrika, Asien und Australien vor. Ein relevantes Infektionsrisiko fĂŒr Menschen soll nicht bestehen.
pgr/jj/wa (dpa, afp, rtr, kna, FLI)
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