Quoten Freitag: Sport wieder vorn, "Comedy Sommer" ĂĽberrascht

Foto: ARD
Das Erste dominiert mit der Leichtathletik-EM vor dem ZDF. Bei den Privaten tut sich ProSieben mit „Matrix“ schwer.
Das Erste hat sich am Freitagabend den Gesamtsieg in der Primetime gesichert: Die Übertragung der Leichtathletik-EM lockte im Schnitt 4,32 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer ab drei Jahren an und erzielte herausragende Marktanteile sowohl beim Gesamtpublikum als auch bei den jüngeren Zusehern. Das ZDF punktete im Vorfeld mit Krimi-Kost, während die privaten Vollprogramme durchweg einstellig in der Zielgruppe blieben.
Das erwartet dich in diesem Artikel:
Der Quotensieger: Wie Das Erste die Konkurrenz in allen Altersgruppen distanzierte.
Die Verfolger: Gute Krimi-Quoten im ZDF, aber Schwächen bei der jungen Zielgruppe.
Die Privaten: Das Abschneiden von RTL, Sat.1 und ProSieben am Freitagabend.
Blitz-Check
Sport-Dominanz im Ersten: Die „Leichtathletik-EM“ schnappte sich ab 20:30 Uhr mit 4,32 Millionen Zusehenden nicht nur beim Gesamtpublikum phänomenale 26,0 Prozent Marktanteil, sondern glänzte bei den 14- bis 49-Jährigen mit überragenden 34,1 Prozent (0,85 Millionen Abrufe).
ZDF-Krimis gewohnt stark beim Gesamtpublikum: „Die Chefin“ (3,47 Millionen / 20,6 Prozent) und „SOKO Leipzig“ (2,60 Millionen / 14,8 Prozent) lieferten gute Reichweiten beim Publikum ab 3 Jahren ab, spielten bei den Jüngeren mit rund vier Prozent jedoch kaum eine Rolle.
ARD-Sport ĂĽberrollt das Hauptabendprogramm
Der Freitagabend stand ganz im Zeichen der Leichtathletik-Europameisterschaft im Ersten. Ab 20:30 Uhr versammelte die Live-Berichterstattung durchschnittlich 4,32 Millionen Sportbegeisterte vor den Bildschirmen. Das entsprach beim Gesamtpublikum hervorragenden 26,0 Prozent Marktanteil. Noch imposanter fiel das Ergebnis beim jüngeren Publikum aus: Mit 0,85 Millionen Zuschauern im Alter zwischen 14 und 49 Jahren sicherte sich das Erste unfassbare 34,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe – ein Wert, der Seltenheitswert besitzt.
Das ZDF konnte zu Beginn des Hauptabends zwar beim Gesamtpublikum noch gut dagegenhalten, musste sich bei den Jüngeren aber rasch geschlagen geben. Der Dauerbrenner „Die Chefin“ überzeugte um 20:15 Uhr mit 3,47 Millionen Zusehern (20,6 Prozent Gesamtmarktanteil), fiel bei den 14- bis 49-Jährigen mit 4,1 Prozent aber weit ab. Ähnlich erging es „SOKO Leipzig“ ab 21:15 Uhr mit 2,60 Millionen Zuschauern (14,8 Prozent ab 3 Jahren / 3,9 Prozent bei 14–49). Erst zu späten Stunde gelang den Mainzern mit Satire die Kehrtwende bei den Jüngeren: Das „heute-show spezial“ holte ab 22:30 Uhr starke 15,3 Prozent bei 14-49 (1,57 Mio. gesamt), gefolgt vom „ZDF Comedy Sommer“ mit Till Reiners, der ab kurz nach 23 Uhr noch auf 13,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen kam.
Verhaltener Freitag für die Privaten: Enttäuschungen bei RTL, Sat.1 und ProSieben
Die privaten Vollprogramme hatten gegen die geballte Sport-Konkurrenz im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk durchweg einen sehr schweren Stand. Für RTL lieferte das Vorabend-Aushängeschild „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ ab etwa 19:40 Uhr mit 1,21 Millionen Zuschauern und 12,1 Prozent in der Zielgruppe noch das beste Ergebnis des Tages ab. Das anschließende „RTL Aktuell Spezial: Waldbrände in Deutschland“ meldete sich ab 20:15 Uhr mit 8,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen (1,01 Mio. gesamt). Das eigentliche Primetime-Format „So klingt Deutschland – Unsere 50 beliebtesten Rock- und Pop-Bands“ enttäuschte ab 20:30 Uhr mit nur 0,88 Millionen Zuschauern ab drei Jahren und mageren 7,1 Prozent Marktanteil bei den Umworbenen.
Noch härter traf es die Konkurrenz in Unterföhring: Sat.1 setzte zur besten Sendezeit auf das Bühnenprogramm „Kaya Yanar Live ‚Fluch der Familie'“, begeisterte damit aber lediglich 0,52 Millionen Menschen. Der Marktanteil in der Zielgruppe verharrte bei schwachen 4,2 Prozent. Auch ProSieben blieb weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Der Sci-Fi-Blockbuster „Matrix Resurrections“ lockte ab 20:15 Uhr nur 0,43 Millionen Filmfans an und musste sich mit enttäuschenden 5,8 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-jährigen Zusehern zufriedengeben.
Quelle: AGF Videoforschung; AGF SCOPE 1.15, Marktstandard: Bewegtbild Auswertungstyp: TV produktbezogen
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