RTL/ntv-Trendbarometer: Nur jeder zehnte Deutsche hĂ€lt Merz-Wende fĂŒr möglich

RTL/ntv-TrendbarometerNur jeder zehnte Deutsche hĂ€lt Merz-Wende fĂŒr möglich
25.08.2026, 14:02 Uhr
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Schlechte Nachrichten zum Auftakt der Kabinettsklausur in Neuhardenberg: Bundeskanzler Friedrich Merz und die Regierungsparteien kommen aus ihrem Umfragetief nicht heraus. Eine groĂe Mehrheit der Deutschen glaubt nicht, dass sich das Ă€ndert.
Knapp zwei Wochen vor der mit Spannung erwarteten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist die politische Stimmung in Deutschland weitgehend unverÀndert. Vor allem Bundeskanzler Friedrich Merz ist wie einbetoniert in schlechte Zustimmungswerte.
Im aktuellen Trendbarometer von RTL und ntv steht die Zufriedenheit mit der Arbeit des Kanzlers weiterhin bei lediglich 13 Prozent. Wie in den Wochen zuvor sind 85 Prozent der Deutschen mit seiner Arbeit unzufrieden. Auch unter den AnhĂ€ngern der Unionsparteien Ă€uĂert eine Mehrheit von 54 Prozent Unzufriedenheit mit Merz.
Nur jeder zehnte Deutsche hĂ€lt eine Wende fĂŒr möglich: 11 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass es dem Kanzler gelingt, in den nĂ€chsten Monaten bei den BĂŒrgern wieder deutlich an Vertrauen zu gewinnen. 82 Prozent glauben das nicht. Auch unter den AnhĂ€ngern von CDU und CSU ist die Skepsis gröĂer als der Optimismus.
Im Mai, als diese Frage zuletzt gestellt wurde, waren die Zahlen kaum besser. Damals glaubten ebenfalls 11 Prozent, dass der Kanzler das Vertrauen der Menschen zurĂŒckgewinnen kann, 82 Prozent glaubten das nicht.
Die Werte der Sonntagsfrage sind unverĂ€ndert. WĂŒrde in dieser Woche ein neuer Bundestag gewĂ€hlt, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: AfD 28 Prozent (Bundestagswahl 2025: 20,8 Prozent), CDU/CSU 21 Prozent (28,5 Prozent), GrĂŒne 16 Prozent (11,6 Prozent), SPD 12 Prozent (16,4 Prozent), Linke 12 Prozent (8,8 Prozent), FDP 4 Prozent (4,3 Prozent), Sonstige 7 Prozent.
Der Anteil der NichtwĂ€hlerinnen und NichtwĂ€hler sowie der Unentschlossenen liegt mit aktuell 28 Prozent weiterhin deutlich ĂŒber dem Anteil der NichtwĂ€hler bei der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).
Die Arbeit der Koalition bleibt fĂŒr die Deutschen derweil von groĂem Interesse: 30 Prozent der Befragten nennen es im Trendbarometer als eines der wichtigsten Themen, gefolgt von Umwelt und Klima (25 Prozent). Dahinter kommen die allgemeine wirtschaftliche Lage und die WaldbrĂ€nde in Europa mit jeweils 19 Prozent. Den Krieg in der Ukraine sehen 14 Prozent der Deutschen als eines der wichtigsten Themen.
Weiter zugenommen hat das Interesse an den bevorstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland (15 Prozent). Zwei Wochen nach Sachsen-Anhalt finden auch in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin Landtagswahlen statt. Auf den hinteren PlÀtzen liegen folgende Themen: "Iran, Krieg im Nahen Osten" mit 11 Prozent, "Kriege und Konflikte allgemein" mit 6 Prozent, Zuwanderung mit ebenfalls 6 Prozent, Rente und Rentendiskussion mit 5 Prozent sowie Rechtsradikalismus mit ebenfalls 5 Prozent.
In der Frage der politischen Kompetenz gibt es eine leichte Verschiebung. Die Union verliert hier einen Punkt und liegt nun bei 11 Prozent, die SPD gewinnt einen Punkt und kommt auf 8 Prozent. Auf die Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird, nennen unverĂ€ndert 13 Prozent die AfD. Die GrĂŒnen legen in dieser Frage einen Punkt zu: Bei ihnen sehen aktuell 8 Prozent politische Kompetenz. Die Linken kommen unverĂ€ndert auf 5 Prozent. Wie in der Vorwoche sagen 56 Prozent der Deutschen, keine Partei werde mit den Problemen in Deutschland fertig.
Ăhnlich schlecht sind weiterhin die Wirtschaftserwartungen der BundesbĂŒrger. 13 Prozent rechnen aktuell mit einer Verbesserung, 67 Prozent mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland. 20 Prozent erwarten keine VerĂ€nderung der wirtschaftlichen VerhĂ€ltnisse.
Kaum besser steht es um das Zutrauen der BundesbĂŒrger mit Blick auf die Wirtschaftspolitik der Koalition. Nur rund ein Viertel der Deutschen - 27 Prozent - erwartet, dass es der Bundesregierung gelingen wird, die Wirtschaft in Deutschland wieder voranzubringen. 70 Prozent, also mehr als zwei Drittel, gehen davon aus, dass der Bundesregierung die "Wirtschaftswende" nicht gelingen wird.
Ein sehr schmaler Lichtblick aus Sicht der Union ist, dass eine Mehrheit ihrer AnhÀnger der Bundesregierung bei diesem Thema mehr zutraut als die Deutschen insgesamt. 56 Prozent der AnhÀnger von CDU und CSU sagen, der Bundesregierung werde es gelingen, die Wirtschaft wieder voranzubringen. 40 Prozent glauben das nicht. Bei der SPD sind die Werte nicht so gut: Unter ihren AnhÀngern erwarten 48 Prozent eine "Wirtschaftswende". 46 Prozent glauben nicht daran.
Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 18. und dem 24. August erhoben. Datenbasis: 2501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Datenbasis der politischen Kompetenz: 1005 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.
Die Daten zu der Frage, ob Merz wieder an Vertrauen gewinnen kann, sowie zu einer möglichen Wirtschaftswende wurden am 21. und am 24. August erhoben. Datenbasis: 1008 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.
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Quelle: ntv.de, hvo