Teils erhebliche Wissensl�cken: Deutsche Kryptoanleger untersch�tzen Bitcoin-Risiken

Rund die Hälfte der Kryptoanleger in Deutschland hat schwerwiegende Wissenslücken zur Funktionsweise und zu Risiken von Bitcoin.
25. August 2026 um 15:37 Uhr / Mike Faust
Bafin-Liegenschaft in Bonn Bild:
Bafin / Jens Erbeck
Deutsche Kryptoanleger haben teils erhebliche Wissenslücken zur Funktionsweise und zu den Risiken, die mit Kryptowährungen einhergehen. Wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) in einer repräsentativen Befragung feststellt(öffnet im neuen Fenster), unterliegen viele Investoren Fehleinschätzungen bezüglich der Preisstabilität und des vermeintlichen Inflationsschutzes sowie der Eignung von Kryptowährungen zum langfristigen Vermögensaufbau.
Dem Bafin-Bericht zufolge besitzen etwa 13 Prozent der Erwachsenen in Deutschland (rund 9 Millionen Menschen) Kryptowerte. In der Befragung wollte die Behörde unter anderem wissen, ob bekannt sei, dass es sich bei Bitcoin, vereinfacht ausgedrückt, um Datensätze handele. Gefragt wurde auch, wie der Bitcoin-Preis entsteht und ob bekannt sei, dass dieser nicht stabil sei.
Von den befragten Kryptobesitzern nehmen demzufolge 54 Prozent fälschlicherweise an, dass der Bitcoin vor Inflation schützt, und begründeten dies mit der mathematischen Begrenzung auf 21 Millionen maximal verfügbare Einheiten. Ignoriert worden sei dabei aber die extreme Volatilität der Kryptowährung.
Bitcoin ist kein Derivat zur Absicherung von Kursschwankungen
Mehr als ein Drittel der Befragten nähmen an, dass der Bitcoin-Preis im Vergleich zu neueren Kryptowährungen stabil sei. Da er aber dezentral auf vielen Handelsplätzen abgebildet wird und empfindlich auf große Käufe und Verkäufe sowie die Nachrichtenlage und Marktstimmungen reagiert, schwankt auch der Bitcoin sehr stark. Die Hälfte der Kryptobesitzer sei zudem der Meinung, dass sich Kryptowährungen für den Vermögensaufbau eigneten, und halte diese fälschlicherweise für ein Derivat zur Absicherung von Kursschwankungen.
Die Bafin warnt nun vor den Risiken dieser Wissenslücken und weist darauf hin, dass Kryptowerte hoch volatil sind, Cyberrisiken unterliegen und häufig für unseriöse Angebote missbraucht werden. Der mangelnden Finanzbildung soll zudem durch verstärkte Aufklärung auf verschiedenen Kanälen entgegengewirkt werden.
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