US-Kongress stimmt fĂŒr schĂ€rfere Sanktionen gegen Russland

Stand: 17.09.2026 âą 02:13 Uhr
Es ist der wohl bedeutendste VorstoĂ der USA zur UnterstĂŒtzung der Ukraine, seit Trump zurĂŒck im Amt ist: Nach dem Senat hat nun auch das ReprĂ€sentantenhaus neuen Sanktionen zugestimmt. Nun fehlt nur noch die Unterschrift des PrĂ€sidenten.
Der US-Kongress hat deutlich verschĂ€rfte Sanktionen gegen Russland beschlossen. Neben direkten StrafmaĂnahmen gegen russische Politiker und Firmen soll das Gesetz die russischen Ăl- und Gas-Exporte eindĂ€mmen, mit denen Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine finanziert.
Die Abgeordneten im ReprĂ€sentantenhaus stimmten mit einer ĂŒberparteilichen Mehrheit von 262 zu 159 Stimmen fĂŒr das Gesetz. Es geht damit zur Unterzeichnung an US-PrĂ€sident Donald Trump, der bereits seine Zustimmung angedeutet hatte. Der Senat hatte das Gesetz bereits im vergangenen Monat mit deutlicher Mehrheit verabschiedet.
StÀrkstes Signal seit Trumps Amtsantritt
Das nach dem verstorbenen Senator Lindsey Graham benannte Gesetz gilt als wohl bedeutendster VorstoĂ des US-Kongresses zur UnterstĂŒtzung der Ukraine seit Trumps RĂŒckkehr ins WeiĂe Haus. Graham, ein Vertrauter von Trump, hatte es maĂgeblich vorangetrieben.
Mit dem Gesetz soll der US-PrĂ€sident ermĂ€chtigt werden, Zölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus den fĂŒnf gröĂten AbnehmerlĂ€ndern russischen Ăls oder Erdgases zu verhĂ€ngen. Ausgenommen sind LĂ€nder, die weniger als 15 Prozent der russischen Erdgasexporte importieren und erhebliche Schritte unternommen haben, um diese Importe zu reduzieren.
Die SanktionsmaĂnahmen zielen insbesondere darauf ab, LĂ€nder wie China und Indien vom Kauf russischer Energie abzuhalten. Kritiker befĂŒrchten dagegen, Trump könne die neuen Zollbefugnisse auch gegen VerbĂŒndete in Europa einsetzen und damit höhere Preise fĂŒr US-Verbraucher verursachen.