Verband gegen Fifa-PrÀsidenten: Uefa plant Strafanzeige gegen Gianni Infantino!
Verband gegen Fifa-PrÀsidenten: Uefa plant Strafanzeige gegen Infantino!
Fifa-PrÀsident Gianni Infantino (56)
Foto: TERESA SUAREZ/via REUTERS
27.08.2026 - 18:05 Uhr
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Der europĂ€ische FuĂball lĂ€sst nicht locker in seinem Kampf gegen den Fifa-Boss. Die Uefa bereitet eine Strafanzeige gegen Fifa-PrĂ€sident Gianni Infantino (56) in der Schweiz vor. Hintergrund der Anzeige soll Infantinos gescheiterter Plan zur Privatisierung der Weltmeisterschaft sein.
Die Uefa teilte am Donnerstag mit, dass die AnwĂ€lte des europĂ€ischen FuĂball-Verbands bei einem Gericht in Manhattan Unterlagen eingereicht haben, um mögliche Beweise von der New Yorker Investmentgesellschaft âThrive Capital Managementâ anzufordern. Diese wurde von Joshua Kushner, dem Bruder von Trump-Schwiegersohn Jared, gegrĂŒndet.
Uefa-PrĂ€sident Aleksander Äeferin (l./58) neben Fifa-Boss Gianni Infantino (56) beim EM-Achtelfinale 2024 zwischen Italien und der Schweiz im Berliner Olympiastadion (0:2)
Foto: Robert Michael/dpa
âThriveâ und Kushner sollten als Hauptinvestoren fungieren und beabsichtigten, der Fifa 4,2 Milliarden Dollar (rund 3,6 Milliarden Euro) fĂŒr einen 20-prozentigen Anteil an der Tochtergesellschaft âFifa Forward Enterpriseâ (FFE) zu zahlen. FFE sollte die kommerziellen Veranstaltungen des FuĂball-Weltverbands, darunter auch die WM, betreiben.
In einem 56 Seiten umfassenden Dokument der Uefa-AnwĂ€lte, das BILD vorliegt, heiĂt es: âDie Uefa und ihre Rechtsberater ziehen ein Schweizer Strafverfahren gegen Infantino und möglicherweise weitere Fifa-FunktionĂ€re wegen strafrechtlicher Misswirtschaft gemÀà Artikel 158 des Schweizerischen Strafgesetzbuches in Betracht.â
Infantino droht bei Schuldspruch eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren
Das Dokument deutet an, dass der Betrag von 4,2 Milliarden Dollar ein âbetrĂŒgerisch unter dem Marktwert liegender Preis sein könnte, der von Infantino zu seinem eigenen Vorteil vorangetrieben wurdeâ. Weiter heiĂt es, dass bei einem entsprechenden Schuldspruch Infantino eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren drohen könnte. Der Fifa-PrĂ€sident gab den Verkaufsplan der WM nach heftiger Kritik fĂŒhrender Vertreter des WeltfuĂballs, darunter auch der Uefa, am 1. August auf.
DFB-PrĂ€sident Bernd Neuendorf (65) zu BILD: âIch unterstĂŒtze dieses Vorgehen der Uefa ausdrĂŒcklich. Wir mĂŒssen den Druck auf Gianni Infantino aufrechterhalten, um Klarheit zu bekommen in diesem fragwĂŒrdigen Investoren-Vorgang. Es geht auch um GlaubwĂŒrdigkeit und Transparenz, wir können bei der nĂ€chsten Sitzung des Fifa-Rats im Oktober nicht einfach zur Tagesordnung ĂŒbergehen. UnabhĂ€ngig von diesem Schritt mĂŒssen sich die Strukturen innerhalb der Fifa grundlegend verĂ€ndern.â
Die rechtlichen Unterlagen beantragen auĂerdem eine gerichtliche Anordnung, durch die Joshua Kushners âFonds Thrive Capitalâ verpflichtet werden soll, sĂ€mtliche Dokumente und elektronischen Daten im Zusammenhang mit FFE offenzulegen. Zudem wird beantragt, dass âThriveâ und Kushner per gerichtlicher Vorladung zu Aussagen verpflichtet werden.
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