Vortrag am HWK Delmenhorst dreht sich um Bernstein

Was ist Bernstein, warum fasziniert er, und wie ist das Material für die Wissenschaft von Nutzen? Auf diese Fragen geht Volker Lohrmann vom Übersee-Museum Bremen bei einem Vortrag am HWK in Delmenhorst ein.
13.08.2026, 09:11 Uhr
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Bernstein strahlt für Menschen eine Faszination aus, und er spielt auch im Film eine Rolle. Volker Lohrmann vom Übersee-Museum Bremen geht auf die Schwerpunkte der Wissenschaft bei dem fossilen Harz ein. (Symbolbild)
Stefan Sauer/dpa
Wenn das Wort Bernstein fällt, könnte so manch einer an das mit Mythen umrankte Bernsteinzimmer denken. Das fossile Harz ist aber für die Wissenschaft mehr als ein Schmuckstück. So lautet die Überschrift eines Vortrags, den Volker Lohrmann vom Übersee-Museum Bremen am Montag, 17. August, um 19.30 Uhr am Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) am Lehmkuhlenbusch 4 halten wird.
Bernstein wird am Strand gesucht, als Schmuck getragen oder unter dem Mikroskop untersucht, so Bijan Kafi, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am HWK. "Bernstein fasziniert den Menschen seit jeher", schreibt er. Dadurch hat das Harz Spitznamen wie "Tränen der Götter" oder "Gold des Nordens" erhalten. Im Hollywood-Blockbuster "Jurassic Park" spielt es sogar eine zentrale Rolle beim Züchten von Dinosauriern.
Worauf sich die Wissenschaft bei Bernstein konzentriert
Die Wissenschaft konzentriert sich auf sogenannte Inklusen, also gelegentlich vorkommende tierische oder pflanzliche Einschlüsse. Sie machen den Bernstein "zu einem faszinierenden Forschungsfeld" und stellen Kafi zufolge einmalige Fenster in die Vergangenheit dar: "Denn Bernstein ermöglicht aufgrund seiner Konsistenz die nahezu perfekte Erhaltung von fragilen beziehungsweise zarten Strukturen wie Federn oder auch kleinsten Insekten."
Lohrmann wird in seinem Vortrag nicht nur den Fragen nachgehen, was Bernstein eigentlich sei, woran man ihn erkenne oder wo man ihn finde, sondern es wird auch Thema sein, "welche Erkenntnisse die Wissenschaft mithilfe modernster Untersuchungsmethoden anhand der eingeschlossenen Fossilien unterschiedlichster Herkunft gewinnen kann".
Der Lebenslauf von Volker Lohrmann
Volker Lohrmann studierte Biologie in Mainz und Berlin. Anschließend wechselte er ans Staatliche Museum für Naturkunde in Karlsruhe. Er zog für seine Promotion in die Hauptstadt zurück. In den Jahren 2011 bis 2014 war Lohrmann wissenschaftlicher Mitarbeiter unter anderem an der Universität Potsdam und am Max-Planck-Institut in Bremen tätig. Seit 2013 ist er laut dem HWK Kurator der Insektensammlung am Übersee-Museum Bremen. Der wissenschaftliche Schwerpunkt seiner Arbeit liege auf der "Systematik und Taxonomie der Hautflügler"; damit sind Bienen, Wespen, Ameisen und Verwandte gemeint.
Zur Sache
Eintritt und Teilnahme
Der Eintritt zum Vortrag am Hanse-Wissenschaftskolleg ist kostenlos. Außerdem können Interessierte die Veranstaltung online mitverfolgen, und zwar auf dem Kanal hanse-ias.de/digital. Dort wird der Vortrag auch nach der Veranstaltung noch abrufbar sein. Sowohl vor Ort als auch online ist keine vorherige Anmeldung vonnöten.
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