Wagenknecht: BSW könnte AfD-Ministerpräsidenten ermöglichen
Einen Monat vor der Landtagswahl befinden sich SPD, FDP, Grüne und BSW im Existenzkampf. Ihr Ergebnis ist entscheidend für die künftigen Machtverhältnisse in Sachsen-Anhalt.
10.08.2026 | 3:00 min
Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht erklärt, dass ihre Partei bei einem Einzug in den Landtag unter bestimmten Umständen den Weg für einen Ministerpräsidenten von der AfD freimachen wolle.
"Unser Wahlziel ist die Abwahl des CDU-Amtsinhabers und seine Ersetzung durch einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit einem Kompetenzkabinett und wechselnden Mehrheiten regiert. Das bedeutet: auch mit der AfD", sagte Wagenknecht der "Bild"-Zeitung.
Laut dem Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt könnten Mitglieder der AfD ihre waffenrechtliche Erlaubnis verlieren.
11.08.2026 | 1:54 min
BSW könnte Mehrheit für AfD ermöglichen
Sollten die anderen Parteien dieses Modell ablehnen, "werden wir uns im dritten Wahlgang enthalten", sagte Wagenknecht mit Blick auf die Wahl eines Ministerpräsidenten im Landtag.
In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. In den aktuellen Umfragen liegt die AfD mit großem Vorsprung vor der CDU. Umfragen zufolge käme die AfD derzeit auf knapp 42 Prozent, das BSW auf knapp fünf Prozent. CDU, Linke und SPD kämen zusammen auf um die 41 Prozent.
Würde sich das BSW bei einem solchen Ergebnis im dritten Wahlgang der Ministerpräsidentenwahl enthalten, könnte theoretisch ein AfD-Kandidat mit einfacher Stimmenmehrheit Regierungschef werden.
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Sachsen-Anhalts CDU-Ministerpräsident Sven Schulze holt sich im Wahlkampf Unterstützung von Schauspieler Dieter Hallervorden.
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AfD will in Sachsen-Anhalt allein regieren
"Es ist einfach völlig undemokratisch, eine Partei, die von rund 40 Prozent der Wähler gewählt wird, dauerhaft auszugrenzen", sagte Wagenknecht mit Blick auf die AfD.
Die Brandmauer ist gescheitert.
Sahra Wagenknecht, BSW-Gründerin
Die AfD strebt nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September eine Alleinregierung an und will erstmals in Deutschland einen Ministerpräsidenten stellen. Ob dies gelingt, hängt unter anderem davon ab, wie viele Parteien insgesamt ins Parlament einziehen und wie sie dann bei der Wahl des Ministerpräsidenten agieren.
Der Wahl-O-Mat für die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist online. ZDF-Reporterin Annette Pöschel wirft einen Blick auf Kleinparteien nahe der 5-Prozent-Hürde.
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Die Spitzenkandidaten von sieben Parteien stellen sich am Mittwochabend im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern. Neben Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) wird unter anderem auch dessen Kontrahent von der AfD, Ulrich Siegmund, live Fragen aus dem Publikum beantworten.
Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete das heute journal am 10.08.2026 ab 21:45 Uhr.