Warum Behörden seit Jahren vor Lösegeldzahlungen warnen – und eine neue Studie ihnen recht gibt

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Seit Jahren warnen Behörden Betroffene von Ransomware-Angriffen davor, Lösegeld zu zahlen. Ziel ist, die Angreifer:innen nicht weiter zu ermutigen und sie nicht mit frischen Mitteln auszustatten. Eine Studie deckt jetzt einen weiteren wichtigen Grund auf.
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Ransomware-Angriff: Betroffene sollten keinesfalls zahlen. (Symbolbild: Andrey_Popov/Shutterstock)
Firmen und Privatpersonen, die Opfer einer Ransomware-Attacke geworden sind, sollten den Angreifer:innen kein Lösegeld zahlen. Das wird im Normalfall fällig, wenn die Betroffenen wieder Zugriff auf ihre von den Cyberkriminellen verschlüsselten Daten haben oder die angedrohte Veröffentlichung sensibler Daten im Dark Web verhindern wollen.
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Ransomware-Opfer sollen nicht zahlen
Behörden und Sicherheitsforscher:innen raten von einer Zahlung ab, um die Täter:innen nicht für weitere Angriffe zu motivieren. Außerdem werden Lösegelder häufig zur Finanzierung neuer Attacken genutzt. Ein Bericht von Proofpoint liefert jetzt einen weiteren wichtigen Grund, die Zahlung zu verweigern. Denn die Angreifer:innen geben sich in vielen Fällen mit dem Lösegeld nicht zufrieden.
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Wie eine Umfrage unter knapp 1.000 Sicherheitsexpert:innen in zwölf Märkten ergeben hat, haben 54 Prozent der von einem erfolgreichen Ransomware-Angriff betroffenen Unternehmen Lösegeld bezahlt, um wieder an ihre Daten zu kommen. Bei 37 Prozent davon, also mehr als jeder dritten zahlenden Firma, haben die eigentlich schon bezahlten Angreifer:innen eine weitere Zahlung verlangt.
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Erpresser mit Einmalzahlung nicht zufrieden
Proofpoint zufolge haben sich Ransomware-Angriffe von einem einmaligen Ereignis, bei dem Angreifer:innen nach der Lösegeldzahlung den Zugang zu den Daten wiederherstellen, zunehmend zu einem fortlaufenden Verhandlungsprozess entwickelt. Die Angreifer:innen verfügen demnach nach einmaliger Zahlung über mehrere Druckmittel: die anhaltende Verschlüsselung, gestohlene Daten und die Drohung mit Veröffentlichung.
Der Bericht zeigt übrigens auch, dass bösartige Links, die zu Phishing-Seiten führen oder Malware-Downloads zur Folge haben, das häufigste Einfallstor für die Malware-Attacken sind. 47 Prozent der Vorfälle begannen damit.
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Mitarbeiter schulen als beste Abwehrmaßnahme
Entsprechend ist eine der wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen die Schulung der eigenen Mitarbeiter:innen, wie es bei Techradar heißt. Darüber hinaus sollten regelmäßig Backups offline gespeichert und möglichst KI-gestützte Cyberabwehr-Dienste für die gesamte IT-Infrastruktur installiert werden.
Von sinnfreien Sicherheitsfragen bis zu unsicheren Passwörtern: Die dümmsten Security-Patzer
Denn ein weiteres spannendes Ergebnis der Umfrage unter den Sicherheitsexpert:innen war, dass 65 Prozent der Ransomware-Betroffenen angab, dass KI die Attacken effektiver gemacht hat. „KI macht Phishing und Identitätsdiebstahl überzeugender, gezielter und schwerer von echter Kommunikation zu unterscheiden“, urteilen die Expert:innen von Proofpoint.
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